Fokus Themen

Wer kennt das nicht? In der aktuellen Fachzeitschrift beschäftigt sich ein Special über mehrere Seiten mit Ihrem Kernthema. Aber Ihr Unternehmen wird mit keinem Wort erwähnt. Damit keine Chance für Veröffentlichungen ungenutzt bleibt, ist ein individueller Themenplan ein Basisinstrument erfolgreicher Pressearbeit. Deshalb heißt es im vierten Quartal:

Herbstzeit ist Blätterzeit

Wer nach Themen sucht, findet sie in den Mediadaten. Sie erscheinen im Spätherbst im Anzeigenbereich der Webseiten von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen. Neben den Angaben zu Erscheinungsweise, Verbreitung und Auflage sowie Anzeigenformat und -preis zeigen sie mit Themenplänen das redaktionelle Umfeld.

Hier filtern PR-Verantwortliche in manueller Eichhörnchen-Arbeit unternehmensrelevante Themenschwerpunkte heraus. Ziel ist eine Themenliste zu den wichtigsten Medien mit Veröffentlichungstermin und Redaktionsschluss. Der schnelle Weg zu dieser Liste ist ein Auszug aus der Datenbank von Zimpel. Für aktuell 399 Euro pro Jahr bietet sie Zugang zu 40.000 Sonderthemen in Zeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften, Anzeigenblättern und Kundenmagazinen.

Warum dann die Eichhörnchen-Arbeit? Weil die Vollständigkeit der Datenbanken zu wünschen übrig lässt. In der Kategorie „Verkehrswesen“, eingegrenzt auf die Unterthemen „Gütertransport/Spedition“ und „Lager/Versand/Logistik“, spuckte die Datenbank rückblickend für 2012 gerade mal 90 Themen aus. Auch andere Quellen wie das zwölf Euro Jahresgebühr teure Portal newsroom.de, mit mehr als 2.200 Themenplänen, ergibt die Stichwortsuche nach Transport, Logistik und Verkehr ein ähnlich lückenhaftes Ergebnis.

Für eine überschaubare Medienzielgruppe ist ein Themenplan schnell zusammen gestellt. Bei breit aufgestellten Unternehmen ist sie ein Zeitfresser. Schon bei einem kleinen Speditionssoftwareanbieter für die klar umrissene Kernzielgruppe Speditionen und Werksverkehr umfasst die Liste 15 bis 20 relevante Logistik- und Branchenmedien. In punkto Recherche heißt das 20-mal Mediadaten im Netz suchen, nach relevanten Themen durchforsten und rund 80 Themenschwerpunkte in eine Excel-Liste oder falls vorhanden in die eigene Journalistendatenbank eintippen. Pro Medium braucht das im Schnitt eine halbe Stunde Zeit.

Lohnt sich das wirklich? Ja, ein professioneller Themenplan ist eine Investition für das ganze Jahr. Er zeigt rechtzeitig bei welchen Redakteuren Themenvorschläge oder fertige Artikel mit einem Vorlauf von zwei bis drei Monaten zum geplanten Schwerpunkt passen. Flankieren die Themenvorschläge regelmäßige Pressemitteilungen, erzeugt diese Arbeit ein Grundrauschen, das Unternehmen in den Redaktionen zu bestimmten Themen verankert. Selbst wenn ad hoc kein Artikel veröffentlicht wird, weiß der Redakteur welche Informationen er dort anfragen kann und meldet sich über kurz oder lang bei Bedarf.

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Weiterführende Links zur Themenrecherche

www.mediainfo.de

www.zimpel.de

www.newsroom.de